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Bunte HerbstBrösel

OktoberBrösel

a. Buchmesse
b. Operation Erleuchtung
c. Katalogschwemme
d. GestaltungsPaten
e. Brummbär: Der Gammler
f. Glühwürmchen
g I. Kriegerehrenmäler
h I. Haiti
I. Ramsch&Raritäten a-go-go
g II. Weinheimer Ehrenmal 1870/71
hII. Haiti

Hallo!

nach etlichen fleißigen Wochen & Monaten sollte nun bald mal wieder eine Erntezeit anbrechen. Zum Beispiel auf der Frankfurter Buchmesse vom 6. – 10. Oktober. Dort habe ich in unmittelbarer Nähe des Cafés der Verlage einen laufenden Standmeter mit den Synergias zusammen. Besuch uns in der Halle 3.1 Stand M 137, mit direktem Anschluß ans Café der Verlage, in dem ich Dich gerne zu einer Stärkung einlade.

Noch im September wird Ronald Rippchens schon angekündigtes Werk „Operation Erleuchtung“ (Grüner Zweig 273) ausgeliefert.

Zeitgleich gibt es – erstmals zwei – Kataloge, einen grün-kräftigen, und ein zusätzliches Faltblatt der Edition RauschKunde für Headshops etc. Von beiden haben wir mehr denn je druckenlassen – wieviele möchtest Du zum Verteilen im Freundeskreis, Deinem Laden, an den Weinhnachtsmann oder wo auch immer? Da das mit der Mundpropagnda nichtmehr so recht klappt …

Und wenn Du grafische Talente hast und irgendwie einbringen möchtest: Ich habe hier diverse Tabellen, Fragebögen und anderen Stoff, der auf Sticker, Postkarten und Flugblätter präsentiert werden will – für eine neue Ausgabe ‘Blätter vom Grünen Zweig’. Ich suche GestaltungsPatenOnkels & -Tanten … und fände es wunderbar, wenn die rund 12 verschiedenen Teile auch von 12 LeserInnen gestaltet würden. Falls Du Interesse hast, laß es mich bitte wissen.

Bernd Brummbär hat sein Buch GAMMLER, über sein Jahr 1964 zwischen München, Formenterra, Paris & London selber aus dem Englischen ins Deutsche ‘übersetzt’ – und es ist nicht auszuschließen, daß es – in Bobos Worten ‘De missing link zwischen den Beats & uns Hippies!’ demnächst als Grüner Zweig erscheinen wird – obwohl es schon länger bei anderen Verlagen rumliegt..

Eventuell zeitgleich mit meinem nächsten Büchlein – über Glühwürmchen. Noch suche ich alle möglichen Infos zu diesen wunderlichen Verzauberern (& Giftkillern). Wer hat da weitere Hinweise und Geschichten?

Es mag sein, daß es sich bei diesem Büchlein um mein letztes, auf meinem geliebten Mac (aus dem lezten Jahrtausend) erstelltes Werk handeln wird, da die Synergias sich aktiv darum bemühen, mir nach der Buchmesse ein mir angemessenes Teil auf den Schreibtisch zu stellen.

Dieser Tage wird in Weinheims Presse & Gemeinderat mein Vorstoß zum Thema ‘Kriegerehrenmäler’ diskutiert; erst hatte ich das Thema mit Stadtrat Carsten Labudda beredet, er hat es im Gemeinderat thematisiert, die örtliche Presse machte einen 4-Spalter drauß … Bevor nun wieder neue ‘Helden’-Denkmäler für in Afghanistan und anderswo ‘Geopferte’ entstehen, wäre mir eine flächendekende Bewegung zur Modifizierung bis Abschaffung von Kriegergedenkstätten sehr willkommen. Weiter unten ein weiterer Text von mir, der auch zu großen Teilen von der RheinNeckarZeitung nachgedruckt wurde. Derweil mache ich mich über die Geschichte der anderen ‘Ehrenmäler’ kundig … und finde immer mehr Zustimmung. Ich freue mich über entsprechende Berichte, bin selber gespannt, was sich daraus entwickelt.

Außerdem ein weiterer Text über die aktuelle Lage auf Haiti. Mein Buch zum Thema ist einer der grandiosen Ladenhüter – aber das Thema verläßt mich nicht, wie sonst oft, wenn ich ein Buch fertig habe. Derzeit trampe ich zweimal wöchentlich und lasse in Autos, die mich mitnehmen, immer ein Exemplar davon liegen. Irgendwie muß mans ja unter die Leute bringen….
Attacht ein Foto von Covergirl Magdaline, mit einem Willkommen!-Dummy (Buch mit weißen Seiten) und den mitgeschickten Buntstiften.

Bunte Zeiten!

pi

PS.
Und wenn Dir nach mehr Lesestoff für lange Winterabende ist: für die hunderte von Titeln meiner Ramsch&Raritäten-Liste im Netz biete ich eine neue Spielregel an: kaufst Du 10 Exemplare,bekommst Du 20% Rabatt; bei 20 Ex. 30%, bei 30 Ex. 40% und darüber 50%. Es macht ja keinen Sinn, diese Präziosen im feuchten Keller vergammeln zu lassen.

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Der Neue Marktplatz
Liebe WeinheimerInnen –

gerade aus London zurückkommend habe ich mit großer Freude vernommen, daß Stadtrat Carsten Labudda meine Anregung, den vakanten Sockel vor der St. Laurentiua-Kirche nach Londoner Vorbild (am Trafalgar Square) mit Werken regionaler, zeitgenössischer Künstler zu besetzen, erfreulicherweise aufgenommen hat und, wie ich heute in der RNZ sah, weiterverbreitet. Eine Idee begibt sich auf ihren langen Marsch durch die Institutionen …

Ich bin Stammgast im Cafe am Markt und visualisiere seit Monaten etwas Neues auf dem leeren Sockel.

In der Tat sollte man sich überlegen, ob denn der bisherige Fahnenschwinger bzw., die Glorifizierung des Krieges 1870/71, bzw. deren Restaurierung für Zigtausende von Euros noch zeitgemäß sind. Zumal sich kaum noch jemand – vor allem bei unter 60jährigen -, erinnern kann oder gar dafür interessiert, worum es überhaupt in jenem Krieg ging.

Ich sehe nun eine große Chance, diesen Sockel – durchaus mit Respekt vor den dort aufgezählten Weinheimer Kriegsopfern – als Basis für einen Blick nach vorn zu recyceln: man könnte interessierten Künstlern vorgeben, den Gedanken eines freien Europas, die Integration Fremder, oder gar positiven Seiten der Globalisierung künstlerisch umzusetzen; also nicht nostalgisch einer düstren Vergangenheit zu fröhnen, sondern Gegenwart oder gar Zukunft auf den freien Sockel zu heben. Zeugen der Vergangenheit sind durch die Burgen, den roten Turm, das Schloss etc. ja allemal ausreichend vorhanden. Da kann man in diesem Jahrhundert meineserachtens auf einen ‘Stürmenden Reiter’ (= Krieger) verzichten. Bei allem Respekt vor Traditionen und dem Heimatverein ‘Alt Weinheim’, aber sensible Gedanken zu einem ‘Neuen Weinheim’ – diesseits aller gerade geförderten rechteckigen Zementblocks und wirtschaftlichen Sachzwang-Architektur – , scheinen mir dringend geboten, so Weinheim auch für unsere Kinder und deren Kinder eine regionale Perle bleiben soll.

Vor allem auch, wenn man heimische bzw zugezogene Künstler aus der Region dafür gewinnen könnte, sodaß der Marktplatz, das Herz Weinheims, noch mehr Wärme ausstrahlt…

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http://motherjones.com/transition/inter.php?dest=http://motherjones.com/print/76796

Haiti’s Disaster Capitalists Swoop In
Who benefits when refugees are moved from camps into garment and cell-phone
industry “work zones?”

By Siddhartha Mahanta | Tue Sep. 14, 2010

Refugee evictions, private land grabs, disaster capitalism—you can’t tell
the story of Haiti without all this. Eight months after the earthquake, many
of the 1.7 million [1] Haitians living under tattered tarps in squalid
squatter camps around Port-au-Prince are being forced to abandon the tent
cities they’ve set up on privately owned land. Meanwhile, businesses—eager
to slurp up the spoils of disaster—are swooping in to score major paydays by
moving the refugees to new camps, some set to operate as industrial work
zones. And there’s no one stopping it.

In March, Haitian landowners and police authorities began kicking displaced
Haitians out of their makeshift cities at the behest of the owners of the
land on which the camps sat. International Action Ties [2], a grassroots
community development agency working in Haiti, says authorities are
regularly flushing out the camps. The International Organization for
Migration, which heads up the international aid response to the quake, has
been unable to prevent expulsions and has been relegated to playing mediator
between landowners and camp occupants. A recent IAT report [3] provides a
vivid blow-by-blow of expulsions by Haitian police in the communes of Delmas
and Cité Soleil: bulldozers demolishing flimsy shelters, policemen swinging
batons and shooting their guns in the air, and several cases of sexual
assault. IAT skewers the Haitian government and UN system, and blasts the
aid community for not defending the refugees (for more, read this report [4]
from July).

And there’s a twist: It’s not even clear these landowners officially own the
property that the displaced people are being expelled from. Murky titling
laws have plagued Haiti since its early days, clouding landowners’ claims
with ambiguity and contributing to the country’s current catastrophe.
Post-colonial Haiti’s first ruler, Jean-Jacques Dessaline, imposed dramatic
land reforms in the early 1800s, apportioning plantation land among freed
slaves. But after his assassination, subsequent efforts at reform failed,
and military leaders appropriated old plantation land. Land titling
gradually became more and more muddled [5] as one dictator gave way to
another. In the 1950s and ’60s, François “Papa Doc” Duvalier meted out land
to members of his death squads, or left property up for grabs. In the ’80s,
another attempt to formalize land holdings failed.

On January 11, 2010, the day before the quake, around 85 percent of
Port-au-Prince’s residents [6] lived on property of dubious ownership.
“There’s no real registry to show who owns the land,” says Oxfam’s Julie
Schindall. “On any given plot, there may be three people asserting
themselves as landowners for any given reason.” IAT estimates that some 70
percent of landowners don’t bear title to the property they claim, and it
demands a moratorium on evictions until the ownership chaos can be sorted
out. In the interim, it’s the responsibility [7] of the United Nations
Stabilization Mission in Haiti to protect the human rights of Haitians,
according to its mandate. That includes the right to shelter and housing.
Haitian law, Schindall adds, clearly bars forced evictions.

The reasonable course would seem obvious: Sort out the legalities and the
who-owns-what before ripping down tents and moving the stricken, the sick,
and the dying out of the camps. But in March, President René Préval, under
pressure from landowners and business elites, ordered aid groups to
discontinue food services (though some limited distribution to pregnant
women and children continued). This was seen as a move designed to put
pressure on camps to disband.

In the absence of government leadership on this issue, businesses and NGOs
are filling the gaps—and exploiting the situation. For instance, Nabatec, a
consortium owned by some of Haiti’s most powerful families, and World
Vision, a Christian humanitarian organization, plan to build a new city [8]
of 300,000 displaced Haitians, complete with garment factories, homes,
stores, and restaurants. This new business zone will be in Corail
Cesselesse, about nine miles from Port-au-Prince. Nabatec owns the land
where the refugees will live, and stands to gain a chunk of the $7 million
dollars the Haitian government plans to pay landowners who’ve given up
property for the site.

“After I take people to Corail [Cesselesse], they don’t sleep well anymore,”
says Melinda Miles, director of the aid group KONPAY [9]. “It’s 40,000
people living in the middle of the desert.” She says that Corail Cesselesse,
like other camps, has been without proper food distribution for the past two
months; children in the camp have orange hair, a symptom of malnutrition.
And Nabatec has positioned itself to make a killing as the commercial
gatekeeper for private companies seeking to set up shop in Corail, including
a South Korean garmet firm [8] and a Vietnamese cell phone company [10].

With most NGOs not addressing the expulsion issue, many displaced Haitians
remain at the mercy of landowners anxious to reclaim their property. They’re
caught between an incapable government and a rush of foreign investment
looking capitalize on a ruined country—just as hurricane season kicks up.

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Source URL: http://motherjones.com/politics/2010/09/haiti-refugee-work-camps
Links:
[1] http://canadahaitiaction.ca/content/drama-haitis-internally-displaced
[2] http://www.internationalactionties.org/
[3] http://crocodoc.com/ORYRM
[4] http://crocodoc.com/E806g
[5]
http://www.webster.edu/~corbetre/haiti/misctopic/redistribute/redistribute.htm
[6]
http://www.huffingtonpost.com/mark-schuller/falling-through-the-crack_b_675004.html
[7] http://www.un.org/en/peacekeeping/missions/minustah/mandate.shtml
[8] http://www.cbsnews.com/stories/2010/07/11/world/main6668155.shtml
[9] http://www.konpay.org/blog
[10]
http://researchforhaiti.typepad.com/blog/2010/05/vietnams-viettel-invests-in-haitis-telecom-market.html

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