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Entschwörungstheorie

Konsequente Verschwörungstheorien, wie sie sich derzeit im Internet entfalten, können helfen einzusehen, daß praktisch alle Menschen beständig ihre Interessen verfolgen.

Ideologisches Verschwörungsdenken – der Konspirationismus – dient hingegen politischen Gruppen dazu, sich selbst als uneigennützig und interessenfrei darzustellen, den verschwörerischen Feind jedoch der Verfolgung seiner Interessen und damit der Störung einer vermeintlich harmonischen Ordnung zu bezichtigen.

Konspirationismus gedeiht am besten als Staatsideologie, wie vor allem an der deutschen Geschichte der vergangenen zwei Jahrhunderte zu zeigen sein wird.

„In [...] "Entschwörungstheorie" zeigte Daniel Kulla denn auch auf, dass die Wir-Konstruktion ("Wir sind die Guten") notwendiger Bestandteil einer jeden erfolgreichen Verschwörungstheorie sein muss.“
Spiegel Online

„Experte für Verschwörungstheorien im Internet.“
Schweizer Sonntagszeitung

„An zahlreichen historischen Beispielen, wie der Illuminaten-Hysterie des 18. Jahrhunderts oder des Antisemitismus des 20. Jh. verdeutlicht Kulla, dass die Funktion von Verschwörungstheorien in der einfachen (wenn auch falschen, aber wen stört das schon, wenn es sich nur leicht verdaut) Erklärung komplexer Zusammenhänge in der Welt (z.B. durch eindeutige Feindbilder - "die Juden", "die Islamisten", ...) sowie dem Schutz und Erhalt des eigenen Weltbildes dient. Das "Eigene" wird dabei grundsätzlich als konfliktfrei und gut, das "Fremde" als spalterisch und schlecht empfunden. So eignen sich Verschwörungstheorien auch prima zur Förderung des nationalen Bewusstseins sowie dem Ablenken bzw. Abwälzen der eigenen Schuld auf andere.“
Magdeburger Umweltzeitschrift "Grünes Blatt"

„Schwerpunkt des Buches sind Verschwörungen über 9/11, Bush, die Neocons etc. Bekannte deutsche Verschwörungsautoren wie Bröckers, Wisnewski und Bülow werden analysiert, Beststeller wie die von Dan Brown auseinandergenommen. Kulla macht klar, warum es nach dem 11.9.2001 keine Airbus-Verschwörungstheorie gab, obwohl das doch viel näher gelegen hätte als vieles andere, und warum Verschwörungsfans am liebsten die USA und Israel "hinter" den Dingen vermuten. Es gibt viele interessante Details zu entdecken - etwa war mir neu, dass Nazis die Männerfreundschaftsklamotte "Fight-Club" so sehr gemocht haben, dass sie tasächlich Fight-Clubs gründeten, und dass Bröckers Schwierigkeiten hat, Quersummen zu bilden, die nicht 23 als Ergebnis haben.“
Die erste amazon-Rezension, 5 Sterne von Volker Radke

„So lässt sich sagen, das dieses Werk eine wesentliche Leerstelle im Umgang mit Verschwörungsdenken und entsprechenden Theorien schließt. Da es vor allem aus einer politischen Perspektive geschrieben ist, die sich als gesellschafts- und ideologiekritisch versteht handelt es sich um ein besonders bemerkenswertes Werk. Positiv hinzukommt die über weiten Strecken kurzweilige und abwechslungsreiche Erzählweise des Autors. Dabei bleibt es frei von dem Anspruch vollständig Bescheid zu wissen und liefert auch keine vollständige umfassende Erklärung. Vielmehr regt zur weiteren kritischen Beschäftigung mit dem Thema und dem Verschwörungsdenken in politischen Diskussionen und in der Gesellschaft an.“
Allen Baumgartner - http://kritischeliteratur.blogsport.de/

Hallo Weichkernige und Fresse-in-die-Kamera-Fans, es ist euch vermutlich noch nicht aufgefallen, aber der neue Underground-Geheimtipp zur WikiLeaks-Debatte enthält eine drei-kapitel-lange Hommage an Daniel Kulla. Das Buch >Julian Assange –Die Zerstörung von WikiLeaks? Anonymous Info-Piraten versus Scientology, Pentagon und Finanzmafia< (Rueger 2011) stellt Daniel K. und sein Literatur-Projekt >systemausfall.de< von Seite 64-71 dar und zitiert ausführlich seine Wau-Holland-Biographie >Der Phrasenprüfer<. Grund: die Wau-Holland-Stiftung war Retter in der Not für WikiLeaks, als weltweit Finanzfirmen die Konten sperrten. Wau H. wird als Gründer des legendären Chaos Computer Clubs (CCC) beschrieben, aber vor allem der Informatik-Professor Andreas Pfitzmann, den Kulla ausgiebig interviewte und der 2010 im Alter von nur 52 Jahren unter mysteriösen Umständen verstarb. Prof. Pfitzmann hatte u.a. Anonymisierungs-Technologie entwickelt, wie sie von WikiLeaks genutzt wird und war dem CCC verbunden. Ein Kulla-Kapitel zum geheimnisvollen „inversen Panoptismus“ wurde von Rueger übernommen und vertieft, um die Philosophie des CCC zu erforschen. Das Rueger-Buch stellt die WikiLeaks-Story kompakt aus Sicht der Anonymous-Hacker und Info-Piraten dar, in deren Kreisen es als Geheimtipp zirkulieren soll. Deren Wurzeln sieht Rueger im Hacktivismus der 90er, dem Cult of the Dead Cow, (R)TMARK (NoLogo von Naomi Klein u.a.) und verfolgt sie bis zum Film >V –Wie Vendetta< zurück. Lustig, wenn auch vielleicht auch etwas zu unkritisch gegenüber der Piraten-Partei, mit deren Logos (!) etliche Seiten geschmückt werden, während Assange und sein Sex-Skandal nicht so gut wegkommen –ebensowenig der Assange-Abspalter Domscheit-Berg und sein OpenLeaks-Projekt. Vor allem wird aber über die Medien gemeckert, die immer die falsche Fresse vor die Kamera lassen usw. Bejubelt wird dagegen der Anonymous-Einsatz für die Jasmin Revolution, Steckenpferd von Rueger (angeblich ist er ein Deutsch-Tunesier). Bejubelt wird auch der Anonymous-Einsatz für für Assange, aber gegen die Finanzmafia und EDF, die staatl. frz. Atom-Cosanostra. Vielleicht solltet ihr mal wieder was über Atom-Anonymous, WikiLeaks-Hacker, Jasmin-Piraten oder Daniel K.s Systemausfall schreiben? Oder in eine Kamera plärren und auf YouTube laden? Nur so eine Idee –mit Grüßen von Oblomova

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