Logo
* Heute
* News
* Catalog
* Der Grüne Zweig
* Edition Rauschkunde
* Transmitter
* By Author
* Ramsch & Raritäten
* Subscription
* ROOTS
* Links

* Shopping Cart
* Terms
* Contact
* Impressum


Forum

Logo
Der Grüne Zweig
Welcome > Catalog > Der Grüne Zweig
| English Deutsch | Print
Shopping Cart
(No items)
 
Gehörschutzstöpsel

Geben wir zu: Musik ist heute für viele eine Droge. Laut gehörte Musik erst recht. Warum jedoch warnt niemand angemessen und glaubwürdig vor den Gefahren einer Überdosierung?

Dem Tinnitus ist es gleich, ob er von der Stalinorgel an der Front, dem Preßlufthammer vor der Tür oder dem fünften Wagen der Love Parade provoziert wird. Gibts was zu heftig auf die Ohren, regt sich in ihnen Widerstand. Im schlimmsten Fall ein permanentes Ring-a-ling fürs restliche Leben. Das nervt ohn' Ende. Es gibt kaum einen Rockmusiker der 60er (und später) oder DJ, der eine Parade ohne Hörschutz absolviert hat, der nicht unter Tinnitus leidet. Und der ist schwer therapierbar.

In unserem Land leben heute schon 12 Millionen Menschen mit Hörhilfen, leiden zwischen 2 und 6 Millionen Menschen an Tinnitus. Und das Hörvermögen der Jugend baut schneller ab, als man glauben will:einem Drittel aller 20jährigen sind schon 25 Dezibel verlustig gegangen, jeder 6. Jugendliche hat einen Hörschaden vorzuweisen. Liegt die Verträglichkeitsgrenze bei 98 Db, erreichen Konzerte der Smashing Pumpkins & Kollegen leicht 125 Db. Ist Selbstverstümmelung eigentlich noch ein Straftatbestand? Brauchen wir eine Rave-Police? Warum bekommen Kids ohne ausreichendes Einkommen nicht Condome und Ohrstöpsel kostenlos via Schule vom Staat, d.h. von uns allen?

Fast alle Profimusiker gehen heute mit Hörschutz auf die Bühne. Endlich können sie hören wie sie singen, ohne immer einen Finger im Ohr zu haben, können aufdrehen, ohne vor Klirren im Ohr nicht bis vor dem Morgengrauen einschlafen zu können. Warum aber warnen sie ihre Zuhörer nicht vor potentiellen Schäden, die sie ihren Fans wissentlich zufügen?

Ein Jugendbuchverlag hat Verantwortung, sei es bei Aufklärung über Tabus, Drogen oder Musikverherrlichung.

Daher schlage ich jeder/jedem Unter-18jährigen/m Buchbesteller/in einen Deal vor: Du scheibst uns, wofür du solche Ohrstöpsel konkret brauchst (in mindestens 5 Sätzen), legst eine Kopie deines Ausweises bei und bekommst ein Ohrschoner-Set umsonst.

Ich möchte weder auf die Basstöne im Bauch, noch auf knochenschüttelnde Drums verzichten. Aber als jemand, der selber glücklicherweise Jahrzehnte bei lauter Musik bislang schadlos überstanden hat, aber mitbekommt, wie viele alte Freunde mit einem Klirren in den Ohren leben müssen, wünsche ich Dir, daß Deine Hörschnecke nie ausflippt ...

<< Der Grüne Zweig Top of Page | Print