9
|
Willkommen in HongKong!
|
11
|
Begegnung mit Loni Lip Chen
|
12
|
Christian Rätsch: Heilkräuter der Antike
|
18
|
Opium: Die Produktformen
|
20
|
Mohn im Aberglauben der Altvorderen
|
22
|
Opium: Präparate und Mixturen
|
22
|
Alles eine Sache der Kultur: Zur Wirkung
|
25
|
Das Reich der Mitte(l): China vor den OpiumKriegen
|
26
|
Alexander Foyle: Die Britisch Ostindien Gesellschaft
|
37
|
Der OpiumJesus: Missionar August Gützlaff
|
38
|
Das lukrativste Geschäft europäischer Geldsüchtiger
|
40
|
Junk & Dschunken
|
41
|
Krieg für Rauschgift - Friede den Profiten
|
44
|
Rudolf Brunngraber: Der Opiumkrieg
|
63
|
Die großen Schmuggler Clans: Jardine & Matheson
|
67
|
Die Entwicklung eines geliehenen Platzes
|
72
|
Opium als Lebenssaft des Britischen Imperiums
|
75
|
De Quincy: OpiumGipfel und Opiumabstürze
|
81
|
Die Chinesen rauchen sich kaputt, die Victorianer machen Kasse
|
84
|
Der Odenwald als traditionelles DrogenZentrum der Welt
|
87
|
Vom Vickelchen aus Amorbach zur größten Dealerin der Welt: Opium Queen Victoria
|
92
|
Von der Pflanzenkraft zur Pille: F.W. Sertürner entschlüsselt das Geheimnis des Opium
|
95
|
Palaver um Papaver: Zur langen Geschichte der Opiumverbote
|
100
|
Vom Deutschen OpiumGesetz zum BtmG 101 Opium '97, aus der Sicht der UN
|
102
|
Deutsche Maden in China
|
103
|
Heinrich Schliemann in China
|
105
|
Der Deutsche Schritt in Schantung
|
109
|
Die Dt. SchutzZone Kiautschau
|
111
|
Boxer Aufstände
|
113
|
Die euro-männliche Not & Hygiene
|
114
|
Tsingtau Bier & die Deutsch-Chinesische Freundschaft im 20. Jahrhundert
|
117
|
Der Kosmische Mohn
|
118
|
Opium-Chinesen reinkarnieren in Europa, meinte Rudolf Steiner
|
120
|
Mathias Bröckers: Die Sirenen von Eleusis - Die Wiederentdeckung der Seele durch die europ. OpiumModerne
|
127
|
Kicking the Gong - Rau(s)chträume
|
129
|
Immer neue Realitäten
|
134
|
Christian Rätsch: Die Pflanze der Freude - Vom Mohn und den orientalischen Frühlichkeitspillen
|
139
|
Richi Moscher: Freud und Leid eines verbesserlichen Opiumusers
|
144
|
Anonym: Opium heilt alles, nur nicht sich selbst
|
145
|
Opium: Über den zeitgemäßen Genuß
|
146
|
Das Ende der Schmach? HongKong HandOver '97
|
150
|
Opium in England
|
152
|
Opium in den USA
|
154
|
Errol Flynn
|
157
|
Opium in China
|
159
|
Opium in Vietnam
|
160
|
Graham Green & Opium in Vietnam
|
162
|
Opium: Die Ernte
|
163
|
Die Hölle: Zur Entzugsproblematik
|
164
|
Der Morphium Skandal: Ein negatives Image vernebelt die Perspektive
|
168
|
Opium-LeseStoff
|
170
|
Opium Filme: Von Fu Man Chu bis Chrstiane F.
|
175
|
Philipp Mimkes: Geschichte eines Hustensaftes - 100 Jahre Heroin von Bayer
|
178
|
Quellen
|
180
|
Alternativen
|
Willkommen in HongKong
This city was built on rocks 'n' opium
"Es sieht nicht so aus, als gäbe es irgendeine noch so kleine Möglichkeit, daß aus Hongkong irgendwann einmal ein Handelszentrum erwachsen könnte."
R. Montgomery Martin, 1846
Zwölf Stunden Eight Miles High der Sonne entgegen. Über türkische und iranische Mohnfelder, indische Hanfplantagen und schließlich das Goldene Dreieck geht der NachtFlug, bevor der Flieger auf der ins Meer gebauten Spaghettilandebahn von Hongkongs Kai Tak Airport, im Stadtteil Kowloon niedergeht. Die erste chinesische Information im Flughafen, eine Aufzählung verzollbarer Mitbringsel, listet Opium als 1. Kontraband auf. Guten Morgen! Heiß ist's, hektisch wird's kurz drauf. Mein positives Vorurteil über höfliche und zuvorkommende Asiaten wird gleich durch drängelnde und rüde Menschenmassen relativiert. Von so manchem Einheimischen lerne ich nur die Ellenbogen kennen. Auf dem Bus, der uns in die Stadt bringt, steht die Nummer der Drug Abuse Hot Line: 23 66 88 22. Gut so, denn ein Zahlenmystiker hatte mich vorab über die Bedeutung bestimmter Ziffern in China aufgeklärt: Die 4 steht für Tod, ihr Vorkommen z. B. in einer TelefonNummer kann für ein Unternehmen den Absturz bedeuten; eine 8 hingegen steht für Glück. Acht Stunden später irre und wirre ich be-jetlaged durch die Hochhausschluchten. Finanzzentrum der Welt, meine Fresse. Warum wollen Banken immer noch höher hinaus? Um ihren Kunden das Sonnenlicht zu rauben, bis sie als Schatten ihrer Konten rumlaufen? Stimmt es wirklich, daß die größten Banken der Stadt als OpiumDealer anfingen?
Plötzlich ist's so schön bunt, dort. Ich stehe vor einem Tempel. Drachenwesen strahlen farbigst. Einmal das Tor durchschritten wird es zeitlos. Wie andere Tempelbesucher habe ich gegen eine Spende eine handvoll Räucherstäbchen erstanden, angezündet und in die dafür vorgesehenen Gefäße gesteckt. Ich fühle mich von der völlig stäbchenverrauchten Atmosphäre und dem schier psychedelisch anmutenden Tempelinneren eingelullt. Ich kapituliere gerne und finde eine kurze und intensive Ewigkeit Ruhe. Im scheinbaren Zentrum des Zyklons.
In einem Nebenraum ein Basar, in dem u.a. auch wunderschöne alte Opiumpfeifen und Opiumdöschen angeboten werden. Kulturgeschockt lasse ich mich auf den Tempelstufen nieder. Schwül ist's. Richtig, mir dämmert's durch den Jetlag, ich bin hier ja auf OpiumRecherche. Ich lehne mich gemütlich zurück und fische meine O-Spickzettel aus der Tasche. Läßt sich Opium irgendwie vergleichen, wem oder was entsprechen die Eigenarten dieser Pflanze?
Dale Pendall klärt uns auf:
Die Opium-Entsprechnungen
| Aktivität: |
innere Einkehr |
| Antiker Gott: |
Asklepios |
| Archetyp: |
Mama's Liebling; Junkie |
| Berufszweig / Branche: |
Parfümerie, Blutsauger aller Art |
| Buddha-Sphäre: |
Padma |
| Dimension: |
Linie |
| Edelstein: |
Saphir, Mondstein |
| Element: |
Luft |
| Energieform: |
Wasserrad |
| Farbe: |
purpurrot |
| Form der Unwissenheit: |
Egoismus |
| Geometrie: |
phärisch |
| Gemütslage: |
Melancholie |
| Geschichtliche Epoche: |
Bronzezeitalter |
| Grammatik: |
kontextsensitiv |
| Harmonischer Akkord: |
Moll |
| Hilfsmittel gegen: |
Angst vor der Unendlichkeit |
| Körperfunktion: |
Ausscheidung |
| Körpersystem: |
Blut |
| sonstige Gottheiten: |
Demeter, Hekate |
Mein eingeborenes Schlitzohr: Loni Lip Chen
Ich versuche mich zu konzentrieren, spiele mit dem eben erstandenen Opium-Döschen. Plötzlich sitzt ein netter verschrumpelter Alter neben mir, ein chinesischer Alladin, der sich mir als Loni Lip Chen vorstellt. Keine Ahnung, ob Penner oder Weiser. Flugs zieht er mich in ein Gespräch, das schon bald in ein offensichtliches Opium-Gebrabbel ausufert. Die nächsten Tage taucht er immer wieder dort auf, wo ich versuche, mir ein Bild aus der Geschichte und den Geschichten zu machen. Er versorgt mich mit Infos & Hinweisen. Nein, bestimmt kein Penner, eher ein Immortalist, denn oft scheint es mir bei seinen Erzählungen, als habe er die vergangenen 150 Jahre höchstselbst miterlebt. Lassen wir ihn zu Worte kommen:
"Schon vor langer Zeit nutzten wir Chinesen Opium als Medizin, sowohl gegen körperliche Leiden, wie auch als Mittel gegen die krankmachende Hektik. Wahrscheinlich wurde die Mohnpflanze um die letzte Jahrtausendwende bei uns von Arabern eingeführt. Wir nannten die daraus gewonnene Medizin O-'pien oder Ya-p'ien, im Volksmund 'schwarzen Kot' oder 'schwarzes Gift'. Es heilt alles - außer sich selbst: Opium. Nur Reiche konnten es sich leisten, Opium auch aus nicht-medizinischen Zwecken zu genießen.
Im alten Europa hatte Opium einen guten, ja göttlichen Ruf. Eine Statue von Asklepios zeigt selbigen mit einem Strauß Opiumkapseln in der Hand. Opiumblumen findet man auf vielen alten Münzen, auf römischen wie auch jüdischen. Die Göttin Isis wurde wiederholt mit Opiumkapseln abgebildet. Demeter trank Opium, um ihre Sorgen zu betäuben. Poppies (Mohn bzw. Mohnkapseln)gehörten für ihre Anbeter zur Grundausstattung.
Auch der lateinische Name, Papaver somniferum, ist quasi göttlichen Ursprungs: Somnus ist der römische Gott des Schlafes. Nyx, die Göttin der Nacht, trägt Mohnkapseln in ihrer Hand, während ihr Sohn, Thantos, der Todesbote, gar eine Girlande aus Mohn trägt. Hermes, der schamanische Gott, der zwischen den Welten reist, führt einen Stab bei sich, mit dem er den Schlaf bringen kann. Er stammte aus Mekon, der Poppy-Town, dem Platz, von dem Prometheus das Feuer raubte.
Die späteren Europäer hatten Probleme mit dem Stoff. So faßte schon 1479 der Züricher Apotheker Hans Minner das mittelalterliche Wissen über diesen Stoff mit den Worten zusammen: "Es fürdrot den Schlaf und stillet die Schmerzen im Haupt ... es ist Narcoticum und zerstört den Sinn und die Verstannusß ... ich habe ein Schröcken davor ...". Anders beurteilte dann rund fünfzig Jahre später der medizinische Revolutionär Paracelsus diesen Stoff: "Ich hab ein Arcanum, heiß ich Laudanum (das Lobenswerte), ist über alles, was es zum Tode weichen will." Laudanum erfreute sich bis ins 20. Jahrhundert einer großen Beliebtheit, vor allem bei Frauen in England und Amerika (die allein daheim saßen und sich langweilten, während sich die Männer in Kneipen & Bars besoffen). Der Mohnsaft war Aspirin & Melissengeist jener Zeit in einem.
Der Begriff Opium aber hatte von Anfang an eine negative Presse. Schon 1712 erschien das Traktakt eines deutschen Forschers, in dem er die Wirkung des Opiums (das er wahrscheinlich mit Haschisch verwechselte) auf Inder wie folgt beschreibt: "Leute, die einen unüberwindlichen Ekel vor ihrem Leben oder vor Kränkungen, die sie erdulden müssen, haben, weihen sich dem Tode und suchen dabei in ihrer Rachgier auch andere umzubringen. Dazu verschlucken sie einen Klumpen Opium. Dadurch werden sie aufgeputscht und so zur Raserei gebracht, daß sie mit gezücktem Dolch auf die Straße stürzen, um alle ihnen Begegnende, Freunde wie Feinde niederzustechen, bis sie selber, von einem anderen durchbohrt, hinstürzen". Aber das war reine Anti-Opium-Propaganda. Der dänische Pharmakologe Möller differenziert da schon anders: "Die Chinesen haben Haschisch nie benützt, sondern immer das Opium vorgezogen. Haschisch führt oft zur Ekstase und Gewalttätigkeiten, Opium dagegen zu einem richtigen Traumzustand, der dem philosophischen, friedlichen chinesischen Temperament besser entspricht, während andere Völker sich eher zum ungestümen Rausch hingezogen fühlen...". " Danke, Loni. Papaver weist eindeutig antisoziale Tendenzen auf. Wie drückte es Jean Cocteau so treffend aus: "Zwei an einer Pfeife sind bereits ein Gedränge."
Die Pfeife wird zum Verbündeten
Der Verbündete zur Krücke
Die Krücke zur Gewohnheit
Victoria - die Opium Queen aus dem Odenwald?
Der Odenwald als traditionelles DrogenZentrum.
Ist schon ein merkwürdiger Landstrich, dieser Odinwald. Allein der Name, der auf Odin/Wotan zurückgeführt wird verspricht Psychoaktivitäten - war Odin doch der germanische Drogen-Pate, damals vor allem des legendären Mets des Entzückens, wie mir der Autor des Buches UrBock, Christian Rätsch berichtete. Kein Wunder also, daß Deutschlands erster Hanfbäcker der Neuzeit seine Öfen in Michelstadt zum Glühen bringt und zum Hanfbrotz auch HanfBier anbietet.
Terence McKenna sieht die Anfänge der Psychedelik im Süden des Odinwaldes, in Heidelberg, zur Zeit des Kurfürsten Friederich, dem späteren Winterkönig. Mit einem amerikanischen Filmteam drehte er vor Ort einen, leider bislang unveröffentlichten Film über diesen Winterkönig. Der Lokalpatriot in mir mag auch nicht verschweigen, daß in Highdelberg
- Anfang des 19. Jahrhunderts ein Periodikum der Romantiker, Zeitung für Einsiedler, mit drogeninduzierten Bildern erschien
- 1826 veröffentlichte Emanuel Merck zwei Beiträge in dem Heidelberger 'Magazin für Pharmacie': 'Über die Bereitung des Morphiums' und 'Bemerkungen über Opium und seine Bestandteile'.
- Kurt Beringer schrieb 1927 hier sein Grundlagenwerk Der Meskalinrausch
- in den späten '60ern das beste LSD (Heidelberger Blitze) zwischen Prag und Kalifornien manufaktiert wurde.
- Anfang der '70er das Release, der Verein zur Bekämpfung der RauschGiftGefahr entstand, aus dem sich kurz drauf die in Europa einzigartige Free Clinic für die Drogenszene entwickelte.
- immer wieder die Großmeister zeitgenössischer Psychedelik zum Besuch auftauchen, u.a. Tim Leary, Terence McKenna, Howard 'Mr. Nice' Marks, die Grateful Dead ....
- 1997 der Aromizer, ein sensationelles, rauchloses Inhalationsgerät entwickelt wurde.
Kein Wunder also, daß auch zwei der vier deutschsprachichen Hanf-Fachzeitschriften ihre Heimat im Odenwald haben: Highlife in Erbach, Grow in Darmstadt. Selbiges Darmstadt wurde in den frühen 70'ern von der Psychedelic-Band MAN zum Drogenparadies ausgerufen. (Dazu mehr in den Buch Rippchen: 'Reefers Digest'.)
In Darmstadt schließlich mauserte sich der alte Drogen-Merck zu einem der großen Chemiewerke dieser Welt. Bis Ende des vergangenen Jahrhunderts war es üblich, daß jeder Apotheker die Drogen, die er verkaufte, selber herstellte und zusammenmischte. Die Zeit, als man noch vom Pillendreherdaumen des Apothekers sprach. All das änderte sich mit der Einführung des Morphiums. "Mit der Aufnahme der Alkaloide in die Arzeneibücher wurden den Apothekern auch Vorschriften zu ihrer Herstellung gegeben. ... Mit der Selbstbereitung der Alkaloide war ein Großteil der Apotheker jedoch überfordert." Merck-Jubiläumsschrift.
Da hatte der alte Merck in Darmstadt die glänzende Geschäfts-Idee, Morphium gleich für ein paar Kollegen mit zu produzieren. Diese waren davon begeistert - und wollten mehr. Somit wurde Morphium 1822 zur ersten Droge, die in Deutschland fabrikatorisch, also über den Bedarf der eigenen Apotheke hinausgehend, hergestellt wurde. Emanuel Merck wurde damit zu einem Wegbereiter industrieller Alkaloidherstellung in Deutschland. Ab 1826 wurde Morphin gar versendet. Merck war ständig bestrebt, die gesamte Palette der jeweils bekannten Alkaloide anzubieten. Quantitativ doiminierte anfangs jedoch die Herstellung von Morphin.
Der Urpsrungsstoff, das Opium kam aus Smyrna. Die zu verarbeitende Menge stieg von 150 Pfund Opium im Jahr 1832 auf mehr als das Zehnfache nur zehn Jahre später. So posaunten die 'Vaterländischen Berichte für das Großherzogthum Hessen' stolz in die Welt, daß seit einigen Jahren von Herrm Merck "Morphin, Codein, Narcotion, Strychnin, Piperin u..s.w. von einer fast mehr als eleganten Schönheit im Großen dargestellt werden ..."
Mitte des Jahrhunderts wurde die Fixe erfunden, bald schon kam ergänzend das Kokain hinzu, 1898 dann das Heroin. Merck stellte Leute ein, vergrößerte seine 'Fabrikation' und expandierte rasch. Innerhalb weniger Jahre gab es Merck-Niederlassungen in Konmstantinopel, St. Petersburg, Prag, London, Neu York und anderswo. In Darmstadt suchte man nach neuen psychoaktiven Stoffen und erfand dort 1911 Ecstasy, MDMA. Der Export der Drogen boomte, nach einem Stillstand während des 1. Weltkrieges anschließend vehement weiter. Man exportierte weiterhin großzügig Narkotika (vor allem Morphin und. Kokain, bzw. die chemischen Grundstoffe, wie das HeroinVorprodukt Essigsäureanhydrid), da die deutschen Kontrollen, wie ein Zeitgenosse festhielt, im internationalen Vergleich "sehr lax" waren. Daran hat sich offensichtlich bis heute nicht viel geändert. "Weltweit werden etwa 90% des Heroins mit legal gelieferten Chemikalien deutscher Firmen hergestellt. Hauptlieferanten sind Merck (Türkei, Iran und Hoechst (Pakistan, Thailand). Essigsäure-Anhydrid, die eindeutigste Chemikalie, wurde von einer Reihe von Ländern unter Vertriebskontrolle gestellt. Nicht bei deutschen Firmen, denn die Sache sei 'so gebräuchlich wie etwa Kochsalz', so ein Herr Schmidt von Merck." zitiert aus: Soznat, Weltmacht Droge.
Nach dem 1. WeltKrieg wurde die US-Merck- Abteilung enteignet und als Merck & Co. Inc. selbständig und erfolgreicher als das odenwälder Stammhaus: 1997 stellten sie drei der fünf meistverkauften Drogen der Welt her - Losec, Zocor, Vasotec - , Umsatz davon allein: über 10 Milliarden $! Die in Darmstadt verbliebene Merck-Zentrale blieb im Drogenhandel aktiv. Bis vor wenigen Jahren kaufte sie z.B. dem deutschen Zoll bzw. der Staatsanwaltschaft in Frankfurt die beschlagnahmten Opiate ...