"Kulturgeschichtliche Tiefenbohrung ... schräger und kurioser Stoff
aus dem Paläoziokum der Popularmusik, clever kompiliert und klug
kommentiert. Vier Sterne, mindestens." Rolling Stone, Januar 2001
"Wie Hitler in den Dreißigern und Vierzigern mit den Mitteln einer
überlegenen Popkultur niedergerungen werden sollte, davon
erzählen acht CDs mit dem Titel Flashbacks, eine
geschichtsdokumentarisch aufgemachte Edition mit fast 200 großenteils
vergessenen Zeugnissen der amerikanischen popular music. Herausgegeben hat
sie - nein, nicht Guido Knopp, sondern Werner Pieper.... Flashbacks tauchen
ein in den Substrom amerikanischer Unterhaltung, der - über das
frühe Massenmedium Radio - Blues, Jazz, Country und Vaudeville Ein-
flüsse gleichermaßen zuließ... Auswahl und Anordnung sind
eine Demonstration... kommt einer nachträglichen Wunscherfüllung
gleich: Hätten doch nur die Elterngenerationen bereits so gute Musik
hören können, vielleicht wäre alles anders gekommen."
Thomas Gross, Die ZEIT
Unter den Interpreten findet sich das Who 's Who der damaligen Jazz, Pop
& BluesSzene, wie:Cab Calloway, Spike Jones, Mildred Bailey, Louis
Armstrong, Lil' Johnson, Blind Willie Johnson, Golden Gate Quartet, Andrew
Sisters, Ink Spots, Memphis Jug Band, u.v.a.m.
"Oma und Opa hätten Knast, womöglich gar KZriskiert, hätte
man sie beim heimlichen Hören dieser teils fidelen, teils
nachdenklichen, immer aber aufmüpfigen Songs erwischt. Jede CD widmet
sich einem abgeschlossenen Themenkreis ... Was hat man in den 20er, 30er
und 40er Jahren doch für eine feine ›entartete Musik‹
gemacht. ... Spielt jede Menge Kopulations-Hymnen und Kiffer-Songs, denn
der - von Werner Pieper kenntnisreich kommentierte kompilierte Stoff -
… dieser sechs Alben hat es verdient. Zumal nicht wenige dieser rund
150 Perlen aus Jazz, Blues- und Unterhaltungsmusik nun zum ersten Mal an
deutsche Ohren gelangen." Jörg Gülden im Rolling Stone
"In der amerikanischen Populärmusik sind Zeitgeist und Zeitgespenster
auf faszinierende Weise konserviert - mußte nur einer kommen, der den
Deckel hebt und in einem CD-Sechserpack die Vergangenheit zu Ohren bringt.
Schatzgräber ist der 'Medienabenteurer' Werner Pieper ...
Paradestücke ..." Fritz Rumler in: Der Spiegel
FlashBacks –CDs
Werner Pieper hat aus dem unüberschaubarem Fundus von amerikanischer Jazz, Blues & Unterhaltungsmusik der 20er bis 40er Jahren 150 HighLights ausgewählt und neu zusammengestellt. Die Aufnahmen stammen aus der Jugendzeit unserer Eltern oder Großeltern, denen während der NaziZeit ein Aufenthalt im Knast oder gar KZ drohte, wenn sie beim heimlichen Abhören solcher 'entarteten' Musiken erwischt wurden.
Werner Pieper nutzte Aufenthalte in London, New York & New Orleans zur Recherchen für diese CDs. Er sammelte genügend Stoff, um mehrere CDs mit ca 70 min mitreißender Musik zu füllen. Piepers Kumpel Hartmut E. Höfele hatte die Idee, die verschütteten Wurzeln, unbekannten Preziosen und unerhörten Klangschätze zu kompilieren, die nun hier zum großen Teil erstmals in Deutschland, zu Gehör gebracht werden.
Dank an Pamela Hoffman, Bernhard Brightman, Leigh Smith, Nadina Leganovic, Susanne Steffe, WBAI, Sharon Levinson & Miss Vietnam aus dem Funky Butt und vor allem an Ede für Inspiration und Poolgames.
Unser Dank gilt allen beteiligten Musikern, von denen allerdings kaum noch einer lebt. Von jeder verkauften CD geht ein Anteil an eine dem angemessenen Initiative
Idee: Hartmut E. Höfele
Recherche, Zusammenstellung und LinerNotes: Werner Pieper
Bandmastering: Bernd Windisch
1. Dope Heads Mamas & Papas - Drogensongs
2. The Hottest Stuff In Town - Sexsongs
3. Mama Don't Allow - Novelty Songs (Crazy Stuff)
4. Hallelujah All The Way - Gospels
5. If I Had My Way - Blue & Lonely
6. Hitler & Hell
Ursprünglich auf unserem Transmitter-Label erschienen, wurde diese Reihe dann vom TRIKONT-Label übernommen und erhielt im Herbst 2001 den Jahrespreis der Deutschen Schallplattenkritik. Wir verkaufen unsere Edition, bis sie vergriffen ist und anschließend die Trikont-Ausgaben.
If I Had My Way - Blue & Lonely
1. Libby Holman: Am I blue
2. The Ink Spots: Whoa Babe
3. Sister O.M.Terell: The gambling man
4. The Ink Spots & Ella Fitzgerald: I'm making believe
5. Bill 'Jazz' Gillum: Go back to the country
6. Dinah Shore: Blues in the night
7. Boswell Sisters: Lawd, you made the night too long
8. Kansas City Kitty & Georgia Tom: How can you have the blues
9. Bessie Smith: Nobody knows you when you're down & out
10. Mezz Mezzrow: Blues in disguise
11. Lee Morse & Her Blue Grass Boys: Moanin' low
12. Edmund Hall Celeste Quartet, feat. C. Christian: Profundly blue
13. O'Neil Spencer: Sweet Patootie
14. Tampa Red: Denver Blues
15. Blind Willie Johnson: If I had my way
16. Bertha 'Chippie' Hill: Some cold rainy day
17. Duke Ellington & his Orchestra: Mood indigo
18. Issie Ringold: Be on your merry way
19. Ma Rainey: Daddy Goodbye Blues
20. Mildrey Bailey: Smoke dreams
21. Benny Goodman's Boys: Blue (& broken hearted)
22. Memphis Jug Band: Oh ambulance man
23. Greta Keller: Blue moon
24. Walter Huston: September song