"Wie Hitler in den Dreißigern und Vierzigern mit den Mitteln einer überlegenen Popkultur niedergerungen werden sollte, davon erzählen acht CDs mit dem Titel Flashbacks, eine geschichtsdokumentarisch aufgemachte Edition mit fast 200 großenteils vergessenen Zeugnissen der amerikanischen popular music. Herausgegeben hat sie - nein, nicht Guido Knopp, sondern Werner Pieper.... Flashbacks tauchen ein in den Substrom amerikanischer Unterhaltung, der - über das frühe Massenmedium Radio - Blues, Jazz, Country und Vaudeville Ein- flüsse gleichermaßen zuließ... Auswahl und Anordnung sind eine Demonstration... kommt einer nachträglichen Wunscherfüllung gleich: Hätten doch nur die Elterngenerationen bereits so gute Musik hören können, vielleicht wäre alles anders gekommen."
Thomas Gross, Die ZEIT
Unter den Interpreten findet sich das Who 's Who der damaligen Jazz, Pop & BluesSzene, wie:Cab Calloway, Spike Jones, Mildred Bailey, Louis Armstrong, Lil' Johnson, Blind Willie Johnson, Golden Gate Quartet, Andrew Sisters, Ink Spots, Memphis Jug Band, u.v.a.m.
"Oma und Opa hätten Knast, womöglich gar KZriskiert, hätte man sie beim heimlichen Hören dieser teils fidelen, teils nachdenklichen, immer aber aufmüpfigen Songs erwischt. Jede CD widmet sich einem abgeschlossenen Themenkreis ... Was hat man in den 20er, 30er und 40er Jahren doch für eine feine ›entartete Musik‹ gemacht. ... Spielt jede Menge Kopulations-Hymnen und Kiffer-Songs, denn der - von Werner Pieper kenntnisreich kommentierte kompilierte Stoff - … dieser sechs Alben hat es verdient. Zumal nicht wenige dieser rund 150 Perlen aus Jazz, Blues- und Unterhaltungsmusik nun zum ersten Mal an deutsche Ohren gelangen."
Jörg Gülden im Rolling Stone
"In der amerikanischen Populärmusik sind Zeitgeist und Zeitgespenster auf faszinierende Weise konserviert - mußte nur einer kommen, der den Deckel hebt und in einem CD-Sechserpack die Vergangenheit zu Ohren bringt. Schatzgräber ist der 'Medienabenteurer' Werner Pieper ... Paradestücke ..."
Fritz Rumler in: Der Spiegel
FlashBacks –CDs
Werner Pieper hat aus dem unüberschaubarem Fundus von amerikanischer Jazz, Blues & Unterhaltungsmusik der 20er bis 40er Jahren 150 HighLights ausgewählt und neu zusammengestellt. Die Aufnahmen stammen aus der Jugendzeit unserer Eltern oder Großeltern, denen während der NaziZeit ein Aufenthalt im Knast oder gar KZ drohte, wenn sie beim heimlichen Abhören solcher 'entarteten' Musiken erwischt wurden.
Werner Pieper nutzte Aufenthalte in London, New York & New Orleans zur Recherchen für diese CDs. Er sammelte genügend Stoff, um mehrere CDs mit ca 70 min mitreißender Musik zu füllen. Piepers Kumpel Hartmut E. Höfele hatte die Idee, die verschütteten Wurzeln, unbekannten Preziosen und unerhörten Klangschätze zu kompilieren, die nun hier zum großen Teil erstmals in Deutschland, zu Gehör gebracht werden.
Dank an Pamela Hoffman, Bernhard Brightman, Leigh Smith, Nadina Leganovic, Susanne Steffe, WBAI, Sharon Levinson & Miss Vietnam aus dem Funky Butt und vor allem an Ede für Inspiration und Poolgames.
Unser Dank gilt allen beteiligten Musikern, von denen allerdings kaum noch einer lebt. Von jeder verkauften CD geht ein Anteil an eine dem angemessenen Initiative
Idee: Hartmut E. Höfele
Recherche, Zusammenstellung und LinerNotes: Werner Pieper
Bandmastering: Bernd Windisch
1. Dope Heads Mamas & Papas - Drogensongs
2. The Hottest Stuff In Town - Sexsongs
3. Mama Don't Allow - Novelty Songs (Crazy Stuff)
4. Hallelujah All The Way - Gospels
5. If I Had My Way - Blue & Lonely
6. Hitler & Hell
Ursprünglich auf unserem Transmitter-Label erschienen, wurde diese Reihe dann vom TRIKONT-Label übernommen und erhielt im Herbst 2001 den Jahrespreis der Deutschen Schallplattenkritik. Wir verkaufen unsere Edition, bis sie vergriffen ist und anschließend die Trikont-Ausgaben.
Praise the Lord ... – Hitler & Hell
Einstimmung: Lights Out
1. The Southern Sons Quartet: Praise the Lord & pass the ammunition
2. Radio Yesteryear: Lights out
3. The Johnson Sisters: Hillbilly Soldier Joe
4. Teddy Powell & his Orchestra: Rockabye
5. Leadbelly: Mr. Hitler
6. Rev. J.M. Gates: Hitler and Hell
7. Dick Robertson & his Orchestra: Good-bye Dear
8. Teddy Powell & his Orchestra: Goodbye mama, I’m off to Yokohama
9. Ozzie Waters: A rodeo down in Tokyo and a round up in Old Berlin
10. Mildred Bailey & the Treasury Ensemble: Since he traded his Zoot suit
11. Johnny Bond: Der Führer’s Face
12. Tex Grande & his Range Riders: Hitler’s Reply to Mussolini
13. Texas Jim Robertson: The last page of Mein Kampf
14. Luis Oliveira & his Orchestra, feat. Walt Disney & Donald Duck: Yankee Doodle
15. Charlie & his Orchestra: You’re driving me crazy
16. Eddie Cantor: Coming in on a wing & a prayer
17. Intro: Victory Garden
18. The Hoosier Hot Shots: If it helps win the war
19. Ozzie Waters: I’d like to give my dog to Uncle Sam
20. Bing Crosby & the Andrew Sisters: Hot time in the town of Berlin
21. The Golden Gate Jubilee Quartet: Stalin wasn’t stallin’
22. Nat King Cole: D-Day
23. Little Jack Little: I’ve always wanted to dance in Berlin
24. Wesley Tuttle: Smoke on the water
25. Andrew Sisters: There’ll be a jubilee
26. Intro: End of World War
27. Benny Goodman, voc. by Liza Morrow: My guy’s come back
28. Marlene Dietrich & Burgess Meredith (Victory Extra Cas)
29. Rosalie Allen: Hitler Lives
30. Jimmy Carol: Praise the Lord & pass the ammunition